Beim Springen, dem Mannschaftsfinale der Vielseitigkeitsreiter zeigte das Deutsche Team nach einigen unglücklichen Fehlern in Dressur und Gelände, was in ihnen steckt. Gleich alle drei Reiter blieben fehlerfrei. Für eine Medaille reichte es aber dennoch nicht.

Dass das deutsche Team rund um den Favoriten Michael Jung wohl ohne Gold, Silber oder Bronze im Team nach Hause fahren wird, war bereits nach dem Gelände klar. Dennoch schaffte es die deutsche Equipe sich nach dem Geländeparcours durch ihre starken Auftritte im Springen von Platz sechs auf Platz vier mit 114.20 Punkten zu verbessern und damit den Wettkampf abzuschließen. 

Die Bronzemedaille gewinnt das französische Team (101.50 Punkte), Silber geht an Australien mit 100.20 Punkten. Mannschaftsgold gewinnt Großbritannien, die sich während der gesamten Prüfung stark zeigten (86.30 Punkte). Mit einem Vorsprung von fast 14 Punkten dominierten sie die Prüfung. Allen voran Oliver Townend, der nach Dressur und Gelände auf Platz eins der laufenden Wertung lag. 

Ihm dicht auf den Spuren blieb die Deutsche Julia Krajewski, die nach der Dressur auf Platz vier lag, als einzige Deutsche eine fehlerfreie Runde im Gelände hinlegte und auch im Springen keinen Fehler machte. Der Fehler passierte dann aber Oliver Townend im Mannschaftsfinale. Beim Springen fiel eine Stange. Für das Mannschaftsergebnis hatte das keine Auswirkungen mehr. Zu groß war der Abstand, den sich die Briten erarbeitet hatten. Für die Einzelwertung gab Townend mit diesem Fehler den Weg für Julia Krajewski zum ersten Platz frei. 

Die Entscheidung über die Einzelmedaille wird am Abend in Tokio 20.45 Uhr Ortszeit (13.45 Uhr deutscher Zeit) fallen. Ob wir auf eine dritte Medaille nach dem gelungenen Auftakt der Dressurreiterinnen hoffen dürfen, wird dann einzig an Julia Krajewski liegen. Gold-Favorit Michael Jung rangierte nach der Geländeprüfung durch einen ominösen Fehler auf Platz 10, konnte sich durch seine fehlerfreie Runde im Springen jedoch wieder auf Platz acht vorarbeiten. Aussichten auf eine Medaille hat er damit aber nicht mehr. Die dritte im Team Sandra Auffarth, die in der Dressur eine nicht ganz gelungene Leistung zeigte und im Gelände einen Vorbeiläufer hatte, liegt auf Platz 31 der Einzelwertung ist somit nicht fürs Einzelfinale nominiert bei dem nur die 25 Besten teilnehmen werden.

Alle Hoffnungen liegen daher nun auf der Frau aus Warendorf, Julia Krajewski mit ihrer Stute Amande de B´Neville “Mandy” gute Chancen auf eine Olympische Medaille hat.