Nach dem Grand Prix liegt Deutschland knapp hinter Dänemark auf Platz zwei. Das Beste Ergebnis lieferte Frederic Wandres mit Duke of Britain FRH mit 77,217 Prozent. Ärgerliche Patzer passierten beim ersten Auftritt von Ingrid Klimke mit Franziskus für das Deutsche Team. 

Mit nur 1,241 Prozentpunkten liegt das Deutsche Team hinter den starken Dänen zurück. Im heutigen Grand Prix, der als erster Teil des Nationenpreis gewertet wird, lief nicht alles wie es sollte. So begann die Prüfung von Reitmeisterin Ingrid Klimke mit einem ärgerlichen Patzer. Ihr Hengst Franziskus musste vor dem Einritt noch einmal kurz dampf ablassen, Klimke ritt daher nochmals um das Viereck herum und überschritt somit die Zeit. Offensichtlich aus dem Konzept gebracht, ritt sie dann nach der Grußaufstellung rechts statt links herum. “Das war ein blöder Reiterfehler. Ich war irritiert durch das Klingeln und den kleinen Bocksprung zu Beginn. Während der Prüfung war Franziskus sehr konzentriert und hat auch gut zugehört”, erklärte die Reiterin ihren Patzer. 

Doch sie war nicht alleine. Auch Isabell Werth und DSP Quantaz ließen den ein oder anderen Punkt liegen. „Es war die Pirouette. Das war einfach echt blöd. Ich bin zu vorsichtig reingeritten und Quantaz wusste ehrlich gesagt einfach nicht, was ich von ihm wollte. Das war teuer, aber sonst war er sehr fein zu reiten. All das, was man versucht hat weiterzuentwickeln, ist gut gelungen. Auch der Schritt war sehr akzeptabel, damit war ich zufrieden.”, sagte Werth nach ihrem Ritt. 

Besser lief es bei Benjamin Werndl und Famoso OLD, die als erstes Deutsches Paar in die Prüfung gestartet waren. Für die beiden war es der erste Start für das Deutsche Team beim Aachener Nationenpreis. „Ich bin erleichtert, denn ich war schon etwas aufgeregt, muss ich zugeben. Ich bin zwar schon im Jugendbereich für das deutsche Team geritten und kann mit Druck gut umgehen, aber natürlich war ich angespannt. Im Detail gibt es sicher Dinge, die wir noch verbessern können, aber im Großen und Ganzen konnte ich umsetzen, was ich mir vorgenommen habe. Ich kann hier und da noch mehr riskieren, aber das war für mich heute nicht der Tag für volles Risiko“, sagte Werndl.

Das beste Ergebnis des Teams lieferte Frederic Wandres mit seinem Spitzenpferd Duke of Britain FRH. Mit seinem Ergebnis von 77,217 Prozent zeigte sich der Reiter aus Hagen sehr zufrieden: „Duke hat sich toll entwickelt und in den vergangenen Wochen sehr konstant gezeigt. In Hagen und in Balve ist er bereits gut unterwegs gewesen und hat sich auch hier in Aachen ohne große Fehler gezeigt. Duke und ich sind diese Reise gemeinsam gegangen, wir kennen uns gut und ich könnte mir keinen besseren Sportpartner vorstellen.“ Die Vorbereitung auf Turniere wie Aachen oder Balve absolviert das Paar übrigens am liebsten außerhalb des Dressurvierecks: „Duke ist quasi auf unserer Rennbahn in Hagen groß geworden. Dort haben wir viel Platz und können genauso alles trainieren.“

Mit den Ergebnissen aus dem Grand Prix muss das Deutsche Team nun aufholen. “Ich gehe davon aus, dass es einen spannenden Zweikampf zwischen Deutschland und Dänemark geben wird“, schätzte Bundestrainerin Monica Theodorescu die Situation aus. 

Den besten Ritt des Grand Prix lieferte die Dänin Cathrine Dufour mit ihrem Pferd Bohemian ab und sicherte sich so den Sieg in der Einzelwertung. 

Für den Nationenpreis werden die jeweils drei Besten Ritte aus dem Grand Prix und dem Grand Prix Special, der am Samstag im großen Dressurstadion des CHIO Aachen stattfindet, gewertet.