Avenches Nicola Wilson wird Europameisterin. Auch im Team gewinnt Großbritannien hinter Deutschland (Platz 2) und Schweden auf Platz 3. Für das britische Team ist es ein sensationeller Erfolg. Bereits in der Dressur, im Gelände und nun auch bei der Springprüfung brillierten die Briten durchweg. So sicherten sie sich nicht nur die Goldmedaille fürs team, sondern gleich alle drei Podiumsplätze im Einzel.  

Wie Hase und Igel waren sich die Briten und die Deutschen auf der Spur. In der Dressur zeigten alle britischen Teammitglieder eine brillante Leistung und platzierten sich somit bereits in der Mannschaftswertung an der Spitze. Einzig Ingrid Klimke mit ihrem SAP Hale Bob gelang es in der Einzelwertung in der Dressur an den Briten vorbeizuziehen. 

Doch dieser Erfolg sollte nicht allzu lange anhalten. Im Gelände gelang es der Britin Nicola Wilson dann, an Klimke vorbeizuziehen. Mit einem hauchdünnen Vorsprung vor der Titelverteidigerin Klimke ging es dann heute ins Springen. 

Da klassisch in umgekehrter Reihenfolge gestartet wurde, lag es zunächst an Klimke den Parcours fehlerfrei zu absolvieren. Sie passierte die schwierigen Passagen fehlerfrei und lag auch gut in der Zeit. Am drittletzten Sprung passierte es dann aber. Bobby kam mit einem Bein an die Stange und diese fiel. Klimke kassierte vier Strafpunkte und rutschte sogleich auf den fünften Platz, hinter Teamkollegen Michael Jung, der als 6. nach Dressur und Gelände eigentlich weit hinter ihr gelegen hatte. 

Jung passierte den Springparcours jedoch fehlerfrei und in der Zeit. Dadurch gelang ihm letztendlich der Sprung auf den vierten Platz. 

Das beinahe Unmögliche wahr machte dann Nicola Wilson, die als Letzte startete. Mit ihrem Pferd JL Dublin blieb sie in der Zeit und fehlerfrei. Damit holte sich die Übernacht-Führende nicht nur den Sieg sondern sorgte auch dafür, dass das Padium in der Einzelwertung komplett dem britischen Team gehörte. Teamkollegin Piggy March mit Brookfield Inocent gewinnt Silber, Sarah Bullimore mit Corout wird Dritte. 

Damit ging auch die Mannschaftswertung mehr als deutlich aus. England wird auch hier Europameister, gefolgt von Deutschland und den Schweden auf Platz drei. Bereits nach der Dressur und Gelände lag das deutsche Team jeweils auf Platz Zwei. Die Führung wollten sich die Briten, die diese bereits an Tag eins der Prüfungen übernahmen, nicht mehr nehmen lassen.